Startseite > MV Rinsecke-Oberhundem > Geschichte
 
 
 
 
 

Geschichte

 

Im Jahr 2009 konnte der Musikverein Rinsecke-Oberhundem sein 100-jähriges Jubiläum feiern. Der Gründungstag war der 18. Januar 1909. Die Statuten unterzeichneten 13 anwesende Mitglieder. Selbst mit der Unterschrift des Amtmanns und dem Siegel der Gemeinde ist das Orginaldokument versehen. Mit der Zahlung einer Steuer von 1,50 Reichsmark an das Königlich Preußische Zollamt in Altenhundem traten die Statuten in Kraft und wurden damit zur Grundlage für das nunmehr 100-jährige Werden und Wirken des Musikvereins Rinsecke.



 Der Musikverein Rinsecke im Jahre 1912 vor dem Gasthof Kaiser in Rinsecke (vom Musikverein auch liebevoll Kemmer´s genannt)

Die Musiker probten zunächst im Haus Hugo Hanses, dann bis 1960 im Gasthof Kaiser in der guten Stube bzw. im Nebenbau im Säälchen. Die öffentlichen Auftritte waren "Ständchen" bei verschiedenen Anlässen, Prozessionen und auch kleine Feste sowie später auch Schützenfeste. Große Rückschläge brachten dem Verein die zwei Weltkriege 1914-1918 sowie 1939-1945. Leider sind für die Zeit bis 1950 keine Protokollbücher mehr vorhanden. Das Erlebte bei den Proben und öffentlichen Auftritten haben die aktiven Musiker an die Jüngeren weitergegeben.

 

Eberhard Heitschötter, Josef Begr und Josef Fretter waren die Männer der ersten Stunde und bildeten den Vorstand des jungen Vereins. Als erster Dirigent waltete Josef-August Hanses, der als eigentlicher Initiator galt und dem neu grgründetetn Verein viel Jahre lang seine Freizeit opferte. Nach dem ersten Weltkrieg (1914-1918) gab es erst 1921 wieder die ersten Anzeichen für einen Neuanfang.

 

Die gleichen Männer die 1909 die Initiative ergriffen, begannen auch jetzt wieder mit dem Aufleben des Verein. Von 1928-1939 dirigierte Wilhelm Berg den Verein. Nach dem zweiten Weltkrieg (1939-1945) wollte vorerst keine rechte Freude zum Neubeginn aufkommen. Johannes Reichling war es, der die entscheidenden Impulse gab und den Musikverein wieder zum Leben erweckte. Er war von 1935 bis 1960 Vorsitzender. Dann legte er die Verantwortung in jüngere Hände. Der Höhepunkt dieser Epoche war sicher das mit einigen Jahren Verspätung gefeierte 40-jährige Stiftungsfest, das am 30. und 31. August 1952 in Sinsecke in den Pflanzenhallen der Firma Schulte-Wrede unter Mitwirkung von befreundeten Musikvereinen gefeiert wurde.




 Der Musikverein an gleicher Stelle im Jahre 1952

 

1959 begann eine große Wende im Verein. Aus Altersgründen gaben die älteren Musiker ihre Instrumente an die Jüngeren ab und wünschten ein gutes Fortbestehen des Vereins und Erfolg mit dem Aufbau von jungen noch auszubildenden Mitgliedern. Ab diesem Zeitpunkt begann die Neuzeit des Vereins. Ganz enorme Anstrengungen standen den neun noch aktiven Mitgliedern bevor. Da die neuen Jungmusiker überwiegend aus Oberhundem kamen, wurde der Name des Vereins im Einverständnis mit den Altmusikern (Musikrentnern) erweitert und der Verein nannte sich ab 1960 " Musikverein Rinsecke-Oberhundem". Erwähnenswert ist auch, dass das ganze Instrumentarium und das vorhandene Sparbuch den Nachfolgern zu treuen Händen mit der Verpflichtung übergeben wurde, im Sinne der Gründer weiterzumachen.

 

Mit Paul Klose als Dirigent begann eine neue Ära des Vereins. Klose war zu dieser Zeit Musikstudent in Hilchenbach und somit der passende Mann. Es war keine leichte Aufgabe für ihn, die 25 Musikanfänger auszubilden und in die Kapelle zu integrieren. Mit viel Mühe und Unterstützung der Jung-Altmusiker wuchs dann allmählich ein Klangkörper heran, dem die Öffentlichkeit Gehör schenkte. 1966 kam Elmar Löcker als neuer Dirigent, der dem Verein dann 16 Jahre vorstand. Ihn löste Franz Schulte aus Heinsberg ab und dirigierte bzw. übernahm die Leitung für zwei Jahre.

 

Sein Nachfolger wurde Klaus Hatting. Er war ein junger dynamischer Musikpädagoge und Leiter der Musiksculen Attendorn und Finnentrop. 1958 verließ Hatting das Sauerland und übernahm in Süddeutschland die Stelle als Musikleiter in einer Schule. Trompeter Dieter Steinhanses übernahm das Dirigat in den Jahren 1986 und 1987. Er war bereits jahrelang als Vizedirigent tätig. In früheren Jahren bekleidete übrigens Aloys Weisser diesen Posten.

 

Erneut konnte man dann Paul Klose für die Zeit von 1987 bis 1999 als Dirigenten verpflichten. In diesem Zeitraum erlabte der Musikverein viele musikalische Höhepunkte wie beispielsweise gemeinsame Auftritte mit Heinz Eckner, Gotthilf Fischer und Walter Scholz. Zu berücksichtigen ist hier sicherlich auch eine zweiwöchige Konzertreise durch Russland und die Ukraine im Jahr 1991.




eine der seltenen Aufnahmen des "alten" Musikvereins Oberhundem von 1987

Nachfolger von Paul Klose wurde ein echtes Eigengewächs des Musikvereins: Dominik Steinhanses. Unter seiner Leitung hat sich der Musikverein in den vergangenen Jahren zu einem etablierten symphonischen Blasorchester der Oberstufe herangebildet. Neben dem jährlichen traditionellen Frühlingskonzert führte der Musikverein die Festmusik auf zahlreichen Schützenfesten in der Umgebung aus. Aus dem kulturellen Dorfleben war und ist der MVRO, der zahlreiche kirchliche und gesellschaftliche Feste begleitet, kaum mehr wegzugenken.

 

Erwähnenswert ist sicherlich auch das soziale Engagement des Msuikvereins im Bereich der Jugendausbildung, die in den letzten Jahrezehnten sehr erfolgreich war. Aus dem Bestreben was Neues und Anderes zu machen haben sich aus dem Blasorchester immer wieder Jugendorchester und Tanzbands, wie früher die "Happy Sounds", "Brass Band" oder " MVRO@night" heraugebildet.

 
 
 
 
 
 
Willkommen beim MVRO